Eine kleine Pause im irischen Castrop-Rauxel

Foto: Sylvia Schemmann

Foto: Sylvia Schemmann

Schon wenn man mit dem Auto über den Altstadtring nach Castrop-Rauxel hinein fährt, sieht man die Zeche Erin. Sie ist eines – wenn nicht sogar das – Wahrzeichen der Stadt. An manchen Tagen erhebt sie sich dunkel vor einem stahlblauen Himmel, an anderen hängt die Spitze des Förderturms in Regenwolken fest und scheint vor dem Grau des Wetters zu verschwimmen. Von den einstigen Zechenanlagen ist heute außer des markanten Fördergerüsts mit dem „Erin“-Schriftzug nicht mehr viel zu sehen. Dennoch lohnt sich gerade im späten Frühling und im Sommer ein Besuch dort. Und sei es nur, um seine Mittagspause mit einem mitgebrachten Bütterken im Erin-Park zu verbringen. Weiterlesen

Bochum, ich komm aus dir

Nein, eigentlich ist diese Überschrift nicht wahr. Denn ich komme aus Dortmund, der Stadt, mit der viele Bochumer eigentlich latent etwas auf Kriegsfuß stehen. Hauptsächlich deshalb, weil sie Dortmundern irgendwie immer unterstellen, insgeheim etwas herablassend auf Bochum zu schauen. Erstens: Das stimmt eigentlich nur, wenn es um Fußball geht – zugegeben ein existenzieller Bestandteil des Ruhrgebiets-Lebens. Zweitens: Dafür besteht kein Grund, denn Bochum ist eine tolle Stadt. Eine Hommage. Weiterlesen

Wurzeln im Exil

Wenn man sein ganzes Leben im Ruhrpott verbracht hat, kann es ein ganz schöner Kulturschock sein, wenn es einen mal in eine andere Region verschlägt. Dort sieht alles anders aus. Andere Dinge sind wichtig. Und die Menschen ticken anders. Und mich hat es nicht mal nach Bayern verschlagen. Sondern nur ins südliche Münsterland, von dem aus man früher die Schlote des Ruhrgebiets praktisch sehen konnte. Weiterlesen

Ein Tag … auf Zeche Zollern

Foto: Sylvia Schemmann

Foto: Sylvia Schemmann

Das Ruhrgebiet hat unendlich viel zu bieten. Deshalb ist es manchmal auch gar nicht so schlimm, wenn man seinen Urlaub mal zu Hause verbringt. Es gibt genügend Ausflugziele, an denen man sich schon einmal einen Nachmittag vertreiben kann. Ein absolut lohnenswertes Ziel ist das Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen.

Weiterlesen

Buchrezension: Markus Draxler – Der Himmel ist blau

Rote Erde

Als BVB-Fan kann man im ersten Moment vor diesem Roman zurück schrecken. Denn er spielt in Gelsenkirchen, die Hauptpersonen sind Schalke-Fans und der Autor ist obendrein mit Schalke-Profi Julian Draxler verwandt. Es lohnt sich aber, derartige Zweifel beiseite zu schieben und das Buch trotzdem zu lesen.

Ursprünglichen Post anzeigen 323 weitere Wörter

Knödelsänger, wo bist du?

Also, manchmal ist das Leben ja echt unheimlich. Einige Leser erinnern sich vielleicht noch an meinen Beitrag vor ein paar Wochen, in dem ich über Straßenmusikanten in der Dortmunder Fußgängerzone im Allgemeinen und über den Knödelsänger im Besonderen philosophiert haben. Und jetzt das: von dem Tag an, an dem der Beitrag in den unendlichen Weiten des World Wide Web abrufbar war, ist er wie vom Erdboden verschluckt. Weiterlesen

Der Alptraum unter den Straßenmusikanten

Ich arbeite in einem Bürogebäude am oberen Ende des Westenhellwegs in Dortmund. Das hat viele Vorteile. Starbucks ist gleich um die Ecke und in der Mittagspause ist jederzeit ein kleiner Stadtbummel drin. Im Sommer hat es aber auch einen großen Nachteil. Den ganzen Tag über geben sich mehr oder minder begabte Straßenmusiker dort die imaginäre Klinke in die Hand. Weiterlesen

Wo dir der Briefträger noch „Guten Tach“ sagt

Ich bin vor einigen Monaten von der Dortmunder City in den nördlichen Stadtteil Eving gezogen und wohne dort in einer alten Bergarbeiter-Siedlung. Alte Häusken, Rosensträucher in den Vorgärten, dorfähnliche Strukturen, die Nachbarn kennen sich. Es ist schön hier. Schon ein paar Tage nach meinem Einzug klingelte es bei mir und ein älterer, mir unbekannter Mann stand vor mir. Weiterlesen